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Altersvorsorge 2020

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13.8.2015

Mitglieder Vorsorgeforum
9:22AM

Der Preis der Sicherheit

imageMit dem Rückenwind eines guten Börsenjahres und dank ausserordentlicher Aufwertungsgewinne des Obligationenportfolios hat die Publica 2014 erfreuliche Resultate erzielt. Den grössten Beitrag an die Gesamtperformance von 5,87 Prozent (Vorjahr 3,47 Prozent) leistete die Anlageklasse Obligationen, gefolgt von den Aktien. Per 31. Dezember 2014 lag der Gesamtdeckungsgrad der 21 Vorsorgewerke bei 105,3 Prozent (Vorjahr 104,1 Prozent). Die Verwaltungskosten konnten auf 192 Franken pro Versicherten gesenkt werden.

Auf währungsgesicherter Basis und auf Stufe des konsolidierten Gesamtvermögens erzielte die Publica 2014 eine Netto-Gesamtrendite von 5,87 Prozent (im Vorjahr 3,47 Prozent). Ohne Währungsabsicherung hätte die Netto-Performance im vergangenen Jahr 8,9 Prozent betragen.

Mit 6,8 Prozent Rendite leistete die Anlageklasse Obligationen den grössten Beitrag (4,0 Prozent) an das Gesamtvermögen. Treiber dieser hohen Performance waren Buchwertgewinne auf den Obligationen als Folge der tieferen Zinsen. Mit einer Rendite von 3,75 Prozent steuerte auch die Anlageklasse Immobilien einen wichtigen Betrag (0,25 Prozent) an das Gesamtvermögen bei.

Die Rendite in der Anlageklasse Rohstoffe, namentlich auf dem Rohöl, hat im vergangenen Jahr mit  -28,9 Prozent negativ zu Buche geschlagen. Dies bedeutet eine Veränderung auf dem Gesamtvermögen von -1,1 Prozent. Zwecks Diversifizierung des Gesamtportfolios war die Publica per Ende 2014 mit knapp 2 Prozent des Gesamtvermögens in Energierohstoffe (bestehend aus Rohöl, Heizöl und Benzin) investiert. Positiv auf die Performance ausgewirkt hat sich im vergangenen Jahr die Entwicklung am Aktienmarkt von +9,5 Prozent. Obwohl zwischen den einzelnen Aktienregionen Unterschiede bestanden, war die Performance in allen wichtigen Regionen im Jahr 2014 positiv.

  Mitteilung Publica

8:43AM

Previs Vorsorge jetzt “branchenoffen”

previsMit einer Anlageperformance von 6.61% (Vorjahr 6.56%) hat die Previs Vorsorge die notwendige Zielrendite im Jahr 2014 übertroffen. Im Deckungsgrad von 95.9% (Vorjahr 93.4%) enthalten sind Rückstellungen für die Senkung des technischen Zinses. Per 1.1.2015 beträgt dieser 3%; eine weitere Absenkung ist bereits eingeleitet.

Mit dem Jahr 2014 ist die Ära des Leistungsprimats zu Ende gegangen. Während den letzten drei Jahren wurden rund 400 Kunden mit über 5000 Versicherten in das Beitragsprimat überführt.

Per 1.1.2015 hat sich die Previs zur branchenoffenen Sammelstiftung gewandelt. Die bestehenden Kunden im Umfeld des Service Public bilden auch weiterhin das Fundament der Previs. Mit dem neuen Stiftungsmodell konnten im laufenden Jahr erste Akquisitionserfolge erzielt werden.

Die Previs Vorsorge ist eine unabhängige Vorsorgeeinrichtung mit Sitz in Wabern bei Bern. Sie versichert rund 700 Kunden mit über 20‘000 Versicherten und Rentnern. Als Sammelstiftung ist die Previs seit 1.1.2015 branchenoffen. Rund 50 Mitarbeitende betreuen die Kunden und verwalten ein Vorsorgekapital von rund CHF 2.6 Mia.

  Previs

8:05AM

TA: Einheitliche Altersgutschriften – Wunsch und Probleme

imageAndreas Fischer nimmt sich im Tages-Anzeiger des Problems der gestaffelten Altersgutschriften an, welche ein Problem für ältere Arbeitnehmer sein können und deshalb vom Bundesrat im Rahmen der AV2020 ausgeglichener ausfallen sollen. Laut BFS hat heute etwa jede fünfte Pensionskassen altersunabhängige Gutschriften. Im Artikel heisst es dazu: “Eine Stichprobe des «Tages-Anzeigers» bei Kassen unterschiedlicher Grössen und Branchen bestätigt die Zahlen. Gefragt wurde jeweils nach den Beiträgen, welche die Arbeitgeber entrichten, da nur diese einen Kostenfaktor darstellen. Von den zwölf Vorsorgeeinrichtungen in der Umfrage haben lediglich drei nicht nach Alter abgestufte Beiträge: jene der Migros, des Gastgewerbes und der Krankenkasse CSS. (…)

Was hindert denn die Kassen und insbesondere die Arbeitgeber, für alle Altersgruppen gleich hohe Beitragssätze festzulegen und damit die Kosten für ältere Arbeitnehmende zu senken? Es sei sehr schwierig, von einem System mit gestaffelten Beiträgen wegzukommen, sagt Christoph Ryter, Leiter der Migros-Pensionskasse und Präsident des Pensionskassenverbands Asip. Wechselt eine Kasse mit einem abgestuften Beitragssystem zu einem, bei dem die Beitragssätze für alle gleich sind, gehe dies zulasten der älteren Versicherten. Diese profitierten nach dem Wechsel nur noch von tieferen Durchschnittsbeiträgen statt wie ursprünglich vorgesehen von stets steigenden höheren Beiträgen. Das wirke sich auch negativ auf die Leistungen aus. Um abrupte Leistungskürzungen zu verhindern, brauche es für den Systemwechsel einen langsamen Übergang, so wie dies zum Beispiel der Bundesrat mit der Altersvorsorge 2020 vorsehe, sagt Ryter.

Es gibt noch andere Gründe für das mangelnde Interesse an Durchschnittsbeiträgen. Laut dem Pensionskassenexperten und Vorsorgeberater Martin Hubatka können sich nur gut ausgebaute Vorsorgeeinrichtungen, die weit mehr als das gesetzlich vorgeschriebene Obligatorium bieten, ein System mit altersunabhängigen Beiträgen leisten, weil es da die Umverteilung zwischen Jung und Alt braucht.

Doch der Trend gehe in die andere Richtung: Viele Kassen hätten früher ein egalitäres Beitragssystem gehabt, dieses dann aber aufgegeben zugunsten eines Systems mit altersmässig abgestuften Beitragssätzen. «Ein System, bei dem alle gleich hohe Beiträge zahlen widerspricht dem Zeitgeist, weil es Solidarität unter den Altersgruppen verlangt.»

 Tages-Anzeiger

7:30PM

Stand der Dinge bei den kantonalen Kassen

imageDie “Schweizer Personalvorsorge” hat eine Liste mit den Eckdaten der kantonalen Pensionskassen publiziert. Sie zeigt die Form der Kapitalisierung, den Deckungsgrad sowie die technischen Zinsen per 31.12.14 und 1.1.15. Ohne weiteren Kommentar eine sehr aufschlussreiche Übersicht. (Grosse Darstellung durch Click aufs Bild).

9:14PM

Kollektiv: Unterschiedliche Strategien – gleiche Probleme

Im Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Swiss Life und Axa Winterthur hat nach umgekehrter Rangordnung in früheren Jahren 2014 der erstgenannte Lebensversicherer die Nase vorne gehabt. Gemessen an den eingenommenen Prämien, kam Swiss Life just auf einen Drittel Marktanteil, wogegen Axa Winterthur gut 3 Prozentpunkte auf 31,3% einbüsste, schreibt Werner Enz in der NZZ.

Thomas Gerber, Leiter Axa Leben, erklärte, die Einmaleinlagen seien mit Absicht gedrosselt worden. Diese sanken um 15% auf 4,4 Mrd. Fr., wogegen die periodischen Prämien – sie nähren sich aus Altbeständen – um 2% auf 3,3 Mrd. Fr. zulegten. Dass im zeitlichen Ablauf die beiden grossen Anbieter, aber auch Helvetia (10,8%) und Bâloise (10,2%) unterschiedliche Taktiken verfolgen, ist im Sinne des Wettbewerbs eine gute Sache.

Eine weniger gute Sache ist, dass wegen des aus sozialpolitischen Gründen viel zu hoch angesetzten gesetzlichen Mindest-Rentenumwandlungssatzes – dieser klebt fest bei 6,8% – Jahr für Jahr mehr Geld umverteilt werden muss. Für Umwandlungsverluste, somit die Finanzierung laufender Renten zulasten der Aktiven, setzte Axa-Winterthur im vergangenen Jahr 270 (i. V.: 196) Mio. Fr. ein. Das war noch nicht alles, denn darüber hinaus wurden technische Rückstellungen für Altersrentner um 250 (220) Mio. Fr. verstärkt. Die niedrigen Zinsen hinterliessen Spuren, wobei gemäss Angaben von Finanzchef Maurizio Petrillo der technische Zins inzwischen unter 2% geschleust worden ist.

  NZZ

6:07PM

Towers Watson: Höhere Risiken – wachsende Unsicherheit

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Towers Watson hat die Ergebnisse ihrer jährlich durchgeführten Pension Risk Study für die Schweizer SMI- sowie die 10 grössten SMI Mid Cap-Titel publiziert. Auf Basis der in den Geschäftsberichten veröffentlichten Daten werden die konzernweiten Pensionsverpflichtungen nach IAS-Vorgaben analysiert und die Deckungsgrade ermittelt.

Die Planvermögen sind im vergangenen Jahr kräftig angestiegen, noch mehr aber die Vorsorgeverpflichtungen. Die Deckungsgrade sind aufgrund der von 3,1 auf 2,2% verminderten Rechnungszinsen (Diskontierungssätze) deutlich zurück gegangen. Nach der letztjährigen Erholung fielen sie wieder auf 84% (SMI) und 80% (SLI) zurück. Das Defizit hat sich für SMI-Gesellschaften damit von 16 auf 29 Mrd. Franken erhöht.

image

Die im einzelnen ermittelten Deckungsgrade bewegen sich zwischen 101% (CS) und 49% (Kühne und Nagel), wobei aufgrund der unterschiedlichen geographischen Struktur und der je nach Land unterschiedlichen Vorschriften die Zahlen nur bedingt vergleichbar sind.

Wie im Vorjahr liegt der Deckungsgrad der SLI- und SMI-Firmen zwischen den
USA (TW Pension 100) und Deutschland (DAX).

Wie aus der oberen Grafik ersichtlich, haben die neuen IAS-Vorschriften mit der Aufgabe der Korridor-Methode zur Glättung die Volatilität der Resultate massiv erhöht. Die Bewegungen auf den Finanzmärkten und den Rechnungszinsen schlagen voll auf die Bilanz bzw. die Höhe des Eigenkapitals der Unternehmen. Dies wurde 2014 aufgrund der Reduktion der Zinssätze sichtbar und dieser Trend hat sich (insbesondere für Schweizer Vorsorgepläne) 2015 in Folge der Einführung der Negativzinsen durch die Schweizerische Nationalbank weiter akzentuiert.

Die damit verbundenen Konsequenzen auf die Vorsorgepläne wurden in einer vom BSV in Auftrag gegebene Studie untersucht. Eine eindeutige Schlussfolgerung wurde darin jedoch nicht gezogen. Towers Watson ist der Ansicht, dass aufgrund des aktuellen Tiefzinsumfeldes und allenfalls der zur Diskussion stehenden Anpassung an Art. 17 FZG (Ermöglichung von reinen 1e- Beitragsprimatskassen ohne Garantien) der Risikotransfer des Arbeitgebers zu den Arbeitnehmern (für gewisse Lohnklassen) zunehmen dürfte.

Andererseits könnte durch die Senkung der technischen Zinsen und Umwandlungssätze und der damit verbundenen Entlastung der ausgewiesenen Verpflichtung den schweizerischen Kassen im Rahmen der IAS-Bilanzierung ihrer Arbeitgeberfirmen auch ein Argument zur Erhöhung der Beiträge und damit der Sicherung der Leistungen gegeben sein.

Befragt nach den Aussichten zeigten sich die Towers Watson-Verantwortlichen zurückhaltend bis pessimistisch. Der PK-Index des Swiss Pension Finance Watch zeigt für das erste Quartal 2015 eine weitere Reduktion des Deckungsgrads um ca. 3 Punkte (für leistungsorientierte Vorsorgeplane in der Schweiz). Towers Watson geht davon aus, dass sich die globalen Vorsorgeverpflichtungen (und somit die Deckungsgrad nach internationaler Rechnungslegung) ebenfalls um rund 3 bis 4 Prozent erhöht (resp. reduziert) haben. Aufgrund dieser Entwicklung rücke eine De-Risking-Strategie immer mehr in den Fokus.

  Mitteilung Towers Watson  money cab /

10:18AM

BZ: Legal Quote – heikler Nebenschauplatz

imageDie Berner Zeitung befasst sich mit der in der Altersvorsorge 2020 vorgesehenen Erhöhung der Mindestquote für die Vollversicherung bei den Lebensversicherern von 92 auf 95 Prozent. Die BZ schreibt dazu: “Dass die Linke derlei fordert, erstaunt in der Branche niemanden. Dass aber auch der Bundesrat auf diesen Zug aufspringt, hat viele verblüfft. Der Leiter des Geschäfts mit Unternehmenskunden von Swiss Life, Hans-Jakob Stahel (Foto), formuliert es im Gespräch so: «Wer meint, eine höhere Mindestquote führe dazu, dass die einzelnen Versicherten mehr ansparen können, macht einen Denkfehler.»

Laut Stahel wären die Versicherer gezwungen, das einbezahlte Kapital der Versicherten vorsichtiger anzulegen als bisher, damit sie die strengere Mindestquote sicher einhalten könnten. Und weil eine defensivere Anlagestrategie in der Regel zu tieferen Renditen führe, werde am Ende weniger Geld zur Verteilung bereitstehen. Frei übersetzt: 92 Prozent von weniger könnten nach Swiss Life am Ende effektiv weniger sein als 90 Prozent von mehr. (…)

Mit der Vollversicherung kaufen KMU vor allem Sicherheit: Sanierungsbeiträge und dergleichen sind ausgeschlossen. «Dafür erwarten unsere Kapitalgeber aber eine angemessene Rendite», betont Stahel. Diese Rendite wäre mutmasslich tiefer, wenn die Mindestquote erhöht würde.

Deswegen hat zum Beispiel die Baloise laut dem «Beobachter» bereits implizit gedroht, sich aus diesem Geschäft zurückzuziehen, wenn die Mindestquote steige. So weit geht Swiss Life nicht. Aber: «Die Gefahr ist gross, dass wir die Vollversicherung nicht mehr zu den heutigen Bedingungen anbieten könnten.» Sprich: KMU und ihre Angestellten müssten allenfalls für die Vollversicherung mehr bezahlen oder sich einer Sammelstiftung anschliessen, in der sie dann aber mindestens einen Teil des Anlagerisikos selber tragen würden.

Stahel findet sowieso, der Bundesrat und die Linke sollten den Markt spielen lassen: Die Gewerbler und ihre Angestellten, die der Vorsorgelösung auch zustimmen müssen, seien intelligent genug, das richtige Modell zu wählen.”

  BZ

10:04AM

AHV-Statistik 2014

Die Ausgaben der Alters- und Hinterlassenenversicherung beliefen sich im Jahr 2014 auf 40,9 Milliarden Franken. Die Renten abzüglich der Rückerstattungen machten mit 39,8 Milliarden Franken den Hauptteil der Leistungen aus. Weitere Ausgaben waren die Hilflosenentschädigungen (550 Millionen Franken) und die Beiträge an Hilfsorganisationen für betagte Menschen (114 Millionen). Zur Finanzierung haben die beitragspflichtigen Einkommen 29,9 Milliarden Franken oder 73,8 % der gesamten Einnahmen (40,5 Mia. Franken) beigetragen. Der Bund als zweite bedeutende Finanzierungsquelle hat 8 Milliarden Franken (19,7 %) überwiesen. Der Anteil am Mehrwertsteuerprozent zu Gunsten der AHV hat einen Betrag von 2,3 Milliarden Franken (5,7 %) erbracht. Die neue AHV-Statistik gibt weitere Auskünfte über diese Zahlen und geht insbesondere auf die Struktur der Renten-Bezüger nach verschiedenen Kriterien ein.

Verhältnis zwischen der Gruppe der Personen, die das ordentliche Rentenalter erreicht hat und jener zwischen 20 Jahren und Rentenalter

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  AHV-Statistik

9:54AM

IV-Statistik 2014

Finanzen der IV seit 1960, in Mrd. Franken

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Die Invalidenversicherung (IV) richtete 2014 an insgesamt 440’000 Personen Leistungen aus. Den grössten Ausgabenteil bildeten die Renten mit 5,5 Mia. Franken. Die Eingliederungsmassnahmen schlugen mit 1,6 Mia. Franken zu Buche. Diese und weitere Ergebnisse liefert die neue Ausgabe der IV-Statistik. Sie besteht aus Text- und Tabellenteil und gibt einen Überblick über die verschiedenen Leistungsbereiche der IV. Der Schwerpunkt liegt auf der Struktur der Leistungsbezüger.

Wahrscheinlichkeit, in der Schweiz eine IV-Leistung zu beziehen. Nach Alter

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Wahrscheinlichkeit, IV Rentner zu sein. Nach Kanton

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  IV-Statistik

1:08PM

NZZ: “Nun kommt der Kater”

“Die Schweizer Pensionskassen haben in den vergangenen Jahren bei der Mindestkurs-Party der SNB, bei der Milliarden von Franken gleichsam aus dem Nichts geschaffen wurden, mitgefeiert. Nun kommt der Kater. Von Obligationen, der bisher wichtigsten Anlageklasse der Vorsorgeeinrichtungen, sind in den kommenden Jahren keine grossen Erträge mehr zu erwarten. Zudem haben die Kassen in den vergangenen Jahren stark von steigenden Aktienkursen und Immobilienpreisen profitiert. Diese Inflation der Vermögenspreise wird aber nicht ewig weitergehen, vielmehr ist auch ein Absturz der von billigem Geld getriebenen Kurse und Preise nicht auszuschliessen. Es besteht die Gefahr, dass die Folgen der internationalen Nullzins- und Negativzinspolitik die zweite Säule über viele Jahre hinweg

“Die Verantwortlichen in den Pensionskassen reagieren auf den zu hohen Mindestumwandlungssatz mit einer zweiten internen Umverteilung. Pensionskassen, die auch überobligatorische Leistungen abdecken, haben in den vergangenen Jahren die Umwandlungssätze in diesem Bereich sehr niedrig angesetzt, um die Verluste im obligatorischen Bereich abzufedern. Dies ist möglich, da sie die Sätze in diesem Bereich selber festlegen dürfen. So erhalten besserverdienende Versicherte letztlich kleinere Renten und quersubventionieren die zu hoch ausgefallene Altersversorgung der Versicherten mit kleineren Löhnen. Keine dieser beiden Umverteilungen ist in der zweiten Säule vorgesehen. schädigen werden”, schreibt Michael Ferber in der NZZ.

Um solche Entwicklungen nicht noch zu verschärfen, ist es dringend, den Reformstau im Rentensystem aufzulösen. Die technischen Parameter müssen nach unten angepasst werden, wobei die in der Rentenreform von Bundesrat Alain Berset vorgesehene Senkung des Mindestumwandlungssatzes auf 6 Prozent bereits nicht mehr ausreicht. Ein gutes politisches Zeichen wäre zudem die längst überfällige Senkung des BVG-Mindestzinssatzes von derzeit 1,75 Prozent.”

  NZZ

4:36PM

BZ: Und ewig das selbe Rentenalter

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imageDie AHV schreibt rote Zahlen, die Zahl der Rentner steigt steil, die Lebenserwartung nimmt zu - trotzdem schreckt man im Bundeshaus vor einem höheren Rentenalter zurück. Die BDP will das ändern und das Rentenalter an die Lebenserwartung binden.

Das Vorbild für die Idee ist Dänemark. Die Dänen haben beschlossen, das Rentenalter zuerst von 65 auf 67 anzuheben und für die Zeit danach eine Art Autopiloten zu installieren: Das Rentenalter wird künftig parallel zur Lebenserwartung ansteigen. Die Erhöhungen werden schrittweise umgesetzt und stets 15 Jahre im Voraus angekündigt. Das dänische Modell ist darauf ausgelegt, die durchschnittliche Dauer des Rentenbezugs stabil zu halten. Wird also der Durchschnittsrentner ein Jahr älter, muss er ein Jahr länger arbeiten, damit er nicht zu lange Rente bezieht.

  Berner Zeitung

3:19PM

Les caisses de pension n’utilisent pas toute leur liberté

Fritz Zurbrügg, directeur de la banque nationale suisse, interviewé par 24heures sur la situation des caisses de pension:

Pensez-vous encore abaisser les taux négatifs?
Avec -0,75% nous sommes allés déjà très loin et en ce moment, les effets nous satisfont.

Revenons aux caisses de pensions. Pourquoi ne les épargnez-vous pas?
Pour être efficaces, les taux négatifs doivent s’appliquer à tout le monde. C’est pour cette raison que nous avons décidé en avril de réduire encore les exceptions.

Elles argumentent qu’elles ne peuvent pas échapper aux taux négatifs, même si elles le voulaient…
Les chiffres des caisses de pension montrent que beaucoup d’entre elles n’utilisent pas toute la liberté qu’elles possèdent. Elles pourraient davantage investir dans d’autres devises qu’elles ne le font. De plus, les taux négatifs n’ont fait qu’accentuer le problème des taux directeurs bas auquel elles sont confrontées depuis longtemps. Mais les établissements doivent gérer eux-mêmes leurs risques d’investissements.

Comment voyez-vous l’évolution du marché immobilier en Suisse?
La dynamique de hausse des volumes de prêts hypothécaires et des prix immobiliers s’est calmée. Ainsi, les déséquilibres n’augmentent pas, mais restent a des niveaux très élevés.

  24heures / Blick

2:58PM

Swisscanto-Umfrage: Momentaufnahme in volatiler Phase

swisscantoDie seit 2000 von der Swisscanto jährlich durchgeführte Umfrage bei den schweizerischen Pensionskassen konnte dieses Jahr eine Rekordbeteiligung von 437 (370) Vorsorgeeinrichtungen verzeichnen. Sie vereinigen ein Vermögen von 560 (506) Mrd. Franken auf sich, was gut zwei Drittel des Totals der 2. Säule entspricht.

Die schon seit mehreren Jahren zu beobachtende Erhöhung des Deckungsgrads hat sich im Berichtsjahr 2014 fortgesetzt und mit 113 Prozent einen Höchststand nach 2007 erreicht. Das ist deshalb bemerkenswert, weil im gleichen Zeitraum die technischen Zinsen deutlich gesenkt wurde und zahlreiche Kassen auf die Generationentafeln gewechselt haben, was beides mit Einbussen beim Deckungsgrad verbunden ist.

Der Umwandlungssatz liegt durchschnittlich bei rund 6,2 Prozent und die Tendenz weist weiterhin deutlich nach unten, womit in naher Zeit mit einem Unterschreiten der vom Bundesrat anvisierten Grösse von 6 Prozent in der Altersvorsorge 2020 zu rechnen ist.  Die Vorsorgereinrichtungen sind dem Gesetzgeber damit deutlich voraus, was ihnen an der Veranstaltung der Swisscanto von diversen Referenten grosses Lob eintrug. Als angemessene Grösse für das Gesetz wurde von den Umfrageteilnehmern im Mittel ein Wert von 5,7 Prozent angegeben.

Nachdem die Swisscanto Anfang Jahr von der ZKB übernommen worden ist, stellt sich die Frage nach der Fortsetzung der Umfrage. Wie René Raths von der ZKB feststellte, wird diese die Umfrage auch künftig fortführen und weiterentwickeln.

Unterlagen und Pressemitteilung zur Umfrage können von der Website der Swisscanto heruntergeladen werden.

  Swisscanto Umfrage

2:32PM

Wohin sind die Kapitalerträge geflossen?

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Othmar Simeon (Swisscanto Vorsorge) zeigte im Rahmen der Präsentation der Swisscanto-Studie auf, wohin die Kapitalerträge in den Pensionskassen seit 2007 geflossen sind und trat damit auch den makabren Vorwürfen des K-Tipp entgegen, die Kassen würden “Milliarden in die eigenen Taschen stecken”. Der technische Zinssatz lag im Mittel über der Performance. Wird berücksichtigt, dass das Rentnerkapital knapp 50 Prozent ausmacht, ergibt sich eine Ausschüttung von 2,7 Prozent. Die Differenz zur Performance beträgt somit 0,2 Prozent und wurde zum Aufbau des Deckungsgrads benötigt.

Kennzahlen für Pensionskassen nach Grösse

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Zur Bemessung der Finanzierungssituation wird neben dem technischen und dem ökonomischen neuerdings auch der risikotragende Deckungsgrad herangezogen, der ebenfalls auf ökonomischer Basis beruht. Er gibt an, welchen DG die Ansprüche der Aktiven aufweisen. Als Kennzahl wird er bereits von rund einem Drittel der Kassen in die Analyse einbezogen. Aus der Gliederung nach Grösse geht hervor, dass die kleinen Kassen mit den grösseren durchaus mithalten können und nicht schlechter finanziert sind.

Entwicklung technischer Zinssatz

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Einen aufschlussreichen Blick auf die Entwicklung der Pensionskassen seit 2007 ergibt die Darstellung der Entwicklung des technischen Zinssatzes im Beitragsprimat. Er wurde in der relativ kurzen Zeit um rund 30 Prozent gesenkt, was Substanz in Höhe von 18 Milliarden kostete.

  Referat Simeon / Ktipp Bschiss

12:02PM

Absicherungskosten verdoppelt

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Die SNB hat verschiedentlich klar gemacht, dass sie von den Pensionskassen verstärkte Auslandsanlagen erwartet und auch aus diesem Grund nicht bereit ist, sie vom Negativzins-Regime auszunehmen.

Allerdings sind damit stets auch nicht zu unterschätzende Risiken verbunden, welche die Kassen durch Massnahmen zur Währungsabsicherung vermeiden. Die Absicherungskosten haben sich nach einer kurzzeitigen Spitze nach dem 15. Januar jetzt neu eingependelt, allerdings auf einem rund doppelt so hohen Niveau wie zuvor, wie René Raths (ZKB) anlässlich der Präsentation der Swisscanto-Umfrage aufzeigte.

  Referat Raths

10:49AM

SRF: Die Aktien müssen’s richten

Bericht der Tagesschau über die Präsentation der Swisscanto-Umfrage im Kongresshaus Zürich.

 SRF

10:20AM

Swisscanto: PKs mit gutem Polster – aber reicht es?

Portfolio mit Gewichtung Ende 2014 / Rendite-Prognose ZKB

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Die Präsentation der Resultate der diesjährigen Swisscanto-Umfrage war geprägt durch die einerseits gute und gegenüber dem Vorjahr nochmals verbesserte Finanzierungssituation der Pensionskassen, andererseits durch die höchst unsicheren Zukunftsaussichten. Patrick Spuhler (PK-Experte Swisscanto) gab sich optimistisch: Zwischen erwarteter Rendite gemäss ZKB Prognose, 1,9% für die nächsten fünf Jahre, und der ermittelten Sollrendite von 2,9% ergibt sich eine Differenz von 1 Prozentpunkt, was bei einem durchschnittlichen Deckungsgrad von 113% bei den privaten PKs rund 13 Jahre ausreichen sollte. Eine schlichte Milchmädchenrechnung, auf die sich wohl niemand verlassen wollte.

So war Christooph Ryter (PK Migros, Präsident ASIP) eher skeptisch. Er verwies auf die hohe Bewertung von einzelnen Obligationen in den Portefeuilles mit 115 oder gar 120 % aufgrund ihrer Coupons. Er vermute, so Ryter, dass aber auch die Eidgenossenschaft dereinst nur 100% zurückzahlen dürfte. Und das wird laufend zu tieferen Bewertungen bis zum Verfall führen. Mit absehbaren Konsequenzen auf die Deckungsgrade. Aktuell ist die Lage gut, einzelne Kassen konnten über die benötigen Reserven hinaus bereits auch freie Mittel bilden. Aber die Ertragsaussichten sind tief. Die meisten ALM-Studien gehen für die nächsten Jahre von Renditen zwischen 2,5 und 3% aus und das seien düstere Aussichten. Die Leistungsversprechen basieren dagegen auf Renditen von 3,5 bis 4% und auch der geltende Mindestumwandlungssatz setzt gut 4% voraus.

Die auch an anderer Stelle gezogene Schlussfolgerung: Auf der Anlageseite und den hier denkbaren Anpassungen allein kann das Problem nicht gelöst werden. Die Umfrage hat auch ergeben, dass die meisten Kassen die bestehende Asset Allokation nicht anpassen wollen, auch nicht aufgrund des Negativzins-Entscheids der SNB. Würden die Pensionskassen den ihnen in der BVV2 gewährten Spielraum zur Renditemaximierung hingegen voll aussnützen (50% Aktien, Reduktion auf 13% Obligationen CHF) könnte gemäss ZKB eine Rendite von 3,9% p.a. resultieren.

  Ergebnisse PK-Studie / Referat Deplazes

9:37AM

NZZ: “Pensionskassen in trügerischem Hoch”

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Werner Enz beschäftigt sich in der NZZ mit den Resultaten der Swisscanto-Umfrage und hält fest: “Ist nun ein Deckungsgrad von 113,6% (Vorjahr: 110,3%), wie ihn privatrechtliche Vorsorgeeinrichtungen mit Stand Ende 2014 erreichten, viel oder wenig? René Raths von der ZKB resümierte, dass da eben nur die halbe Wahrheit abgebildet sei. Zwar haben die Pensionskassen laut Studie innerhalb von sieben Jahren den technischen Zins, der in erster Linie für das Diskontieren von Renten-Verpflichtungen eingesetzt wird, von 3,5% auf gerundet 2,8% heruntergeschleust. Ein unsentimentaler Blick auf die Frankenzinsen lässt zurzeit aber daran zweifeln, ob solche Renditen in Zukunft erwirtschaftet werden können. Derzeit rentieren 10-jährige Bundesobligationen mit mickrigen 0,05% bis 0,1%. Raths stellte die Rechnung an, dass der ökonomische Deckungsgrad etwa bei 95% läge, wenn in Anlehnung an die Empfehlungen der Kammer der Pensionskassenexperten mit einem Satz von gerundet 0,5% kalkuliert würde.”

  NZZ

9:32AM

ot: “Rentner werden bei der Pensionskasse massiv bevorzugt”

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Das Oltner Tagblatt widmet sich intensiv der Frage der Umverteilung zwischen Aktiven und Rentnern in Pensionskassen und bezieht sich dabei auf die Ergebnisse der Swisscanto-Umfrage.

  OT / at

8:10AM

NZZ: «Säkulare Stagnation» als Anleger-Schreck

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Droht der Weltwirtschaft ein japanisches Szenario? Eine anhaltende Wachstumsschwäche könnte für Anleger zunehmende finanzielle Repression bringen. Investoren müssen darum kämpfen, ihre Vermögen zu erhalten, stellt Michael Ferber in der NZZ fest. Ferber geht auf die Analyse diverser Ökonomen ein, welche mehrheitlich die Stagnation-These unterstützen. Mit wenig erbaulichen Aussichten für die Anleger.

Christoph Leisinger geht ebenfalls in der NZZ auf die Zinsentwicklung ein und schreibt über die Einschätzung der Lage durch Lacy Hunt, einem Oekonomen von Hoisington Investment. “Hunt denkt, der jüngste Renditezuwachs sei «transitorischer Natur». Es flackere zwar immer wieder kurzzeitig die Erwartung auf, die Inflationsrate ziehe an und die wirtschaftliche Dynamik nehme zu, aber im Kern sei die Weltwirtschaft zu schwach, um sich nachhaltig zu entwickeln. Generell gebe es zu viele Schulden und vor allem zu viele Verbindlichkeiten der falschen Art. Weltweit sei kein Wirtschaftsraum auszumachen, der nicht überschuldet wäre - und es gebe keine «Wachstumsmaschine», welche belebend wirke. Deswegen seien die jüngsten Renditezuwächse eine kurze Episode in den langfristigen Trends, die sich in den letzten 20 Jahren etabliert hätten.”

Siehe dazu auch “Bankenchefs unterstützen Eingriffe gegen Blasen” im TA.

  NZZ / TA

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