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Die aktuelle Diskussion

Altersvorsorge 2020

Unterlagen zur geplanten Revision von AHV und BVG

Alle Meldungen zum Thema

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Parl. Vorstösse zum Thema BVG 2013

Änderungen in der BV auf 1.1.2014

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Nr. 271 / PDF

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22.9.2014

Mitglieder Vorsorgeforum
4:51PM

AV2020: Versicherer fordern Nachbesserung

Der Versicherungsverband äussert sich zurückhaltend zum aktuellen Entscheid des Bundesrates zur Altersvorsorge 2020. In einer Medienmitteilung heisst es u.a.: “Angesichts der hohen Bedeutung der Reform darf das Projekt «Altersvorsorge 2020» nicht überladen sein. Die Versicherungswirtschaft unterstützt nach wie vor eine Etappierung der Vorlage in Teilpaketen, wie sie der Schweizerische Arbeitgeberverband vorgeschlagen hat.
In der Vernehmlassung haben die Versicherer weitere Vorschläge zur beruflichen Vorsorge und insbesondere zur Kollektivlebensversicherung eingebracht. Der Schweizerische Versiche-rungsverband erwartet vom Bundesrat, dass er diese Vorschläge ernst nimmt und ihnen im Rahmen der Botschaft zur Reform «Altersvorsorge 2020» gebührend Rechnung trägt.”

  Mitteilung SSV

4:44PM

AV2020: BR bleibt weitgehend bei seinem Entwurf

Der Bundesrat hat Entscheide zur Altersvorsorge 2020 gefällt. Er bleibt weitgehend bei seinem in die Vernehmlassung gegebenen Entwurf. Im Herbst soll die Botschaft vorliegen. Das BSV schreibt dazu in einer Mitteilung:

“Mit Blick auf eine ausgewogene und mehrheitsfähige Vorlage hat der Bundesrat die zentralen Elemente des Vorentwurfs bestätigt: Referenzrentenalter 65/65 mit Flexibilisierung, Anpassung des Mindestumwandlungssatzes in der beruflichen Vorsorge mit Kompensationsmassnahmen, Zusatzfinanzierung für die AHV über die Mehrwertsteuer und Interventionsmechanismus für die AHV. In Anbetracht der Vernehmlassungsergebnisse hat er jedoch folgende Anpassungen am Reformprojekt beschlossen:

  • Die maximale Erhöhung der Mehrwertsteuer für die AHV beträgt nicht 2, sondern 1,5 Prozentpunkte. Damit soll die voraussichtliche Finanzierungslücke bis im Jahr 2030 geschlossen werden.
  • Auf den Koordinationsabzug in der obligatorischen beruflichen Vorsorge wird verzichtet. Das vereinfacht die 2. Säule. Gleichzeitig werden die Altersgutschriftensätze gesenkt. Damit bleibt das Leistungsniveau erhalten.
  • Der Ertrag des bereits bestehenden Mehrwertsteuerprozents (Demographie-Prozent) geht vollständig an die AHV und wird nicht mehr zwischen AHV (83 %) und Bund (17 %) aufgeteilt. Dafür wird der Bundesanteil an den Ausgaben der AHV entsprechend gesenkt. Das vereinfacht deren Finanzströme.

Der Bundesrat hat das EDI beauftragt, diese Anpassungen am Reformprojekt vorzunehmen und ihm die Botschaft mit den Entwürfen für den Verfassungs- und den Gesetzestext bis im Herbst zum Entscheid zu unterbreiten.”

  Mitteilung BSV / Stellungnahmen  / Infos zur AV2020

10:45AM

AV2020: Vor dem BR-Entscheid

Die Basler Zeitung behandelt den anstehenden Entscheid des Bundesrates über das Reformprojekt Altersvorsorge 2020. Die Zeitung macht die Voraussage: “(Berset) will heute (25.6.14) sein Reformprojekt nur mit zwei kleinen Änderungen durch den Bundesrat bringen. Erstens soll die Witwenrente bestehen bleiben. Dies, obwohl gemäss einer Studie zwei von drei Bezügerinnen einer Witwenrente heute einen Lohn haben. Das wäre ein weiteres Zugeständnis an die SP. Zweitens will Berset darauf verzichten, dass Junge schon früher und mehr von ihrem Lohn in ihre zweite Säule abliefern müssen. Dagegen hatte sich das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) gewehrt, weil es junge ­Berufseinsteiger verteuern und so zu ­Jugendarbeitslosigkeit führen könnte.

Bürgerliche vermuten, dass der SP-Bundesrat das Scheitern der Reform bewusst in Kauf nehme. Dann würden die Finanzen schon bald so schlecht aussehen, dass notfallmässige Mehreinnahmen ohne jede Sparmassnahme mehrheitsfähig würden. Damit hätte die Linke das erreicht, was sie in der Vernehmlassung gefordert hat: mehr Geld ohne Korrektur bei den Leistungen.”

  Artikel BaZ

7:00PM

SO: Abstimmen über die eigene Altersvorsorge

solothurnAm 24 und 25. Juni 2014 entscheidet das Solothurner Parlament darüber, wie die Kantonale Pensionskasse ausfinanziert werden soll. Die Solothurner Zeitung wollte wissen, wer von den 100 Ratsmitgliedern selbst ein Konto bei der PKSO hat. Die Zeitung stellte die Frage allen 100 Ratsmitgliedern. Nachdem die Antworten eingetroffen sind, liegt das Ergebnis vor: 11 Kantonsräte und 4 Kantonsrätinnen, also 15 von 100 Mitgliedern des Parlaments, erklärten, dass sie persönlich bei der PKSO versichert sind. Es handelt sich um 7 Volksschullehrer, 2 Lehrer von kantonalen Schulen, 4 Gemeindepräsidenten und 1 Gemeindeschreiber sowie 2 Geschäftsführer von der PKSO angeschlossenen Organisationen, wobei Michael Ochsenbein gleichzeitig Lehrer und Gemeindepräsident ist. In der Zahl 15 mitberücksichtigt ist Rechtsanwalt Manfred Küng, der anmerkte, dass er mit einer sehr tiefen Altersleistung der PKSO als nebenamtlicher Gemeindepräsident von Kriegstetten materiell nur sehr beschränkt betroffen sei. Manfred Messmer hatte im vergangenen Jahr für seinen Blog eine Recherche zu dieser Frage für den Kanton Baselland durchführt und auch indirekte Beteiligungen (über Ehepartner etc.) einbezogen.

  Solothurner Zeitung / Arlesheim Reloaded

4:34PM

Reaktion auf TA-Artikel

Swiss Life hat auf einen Artikel von Andreas Valda im Tages-Anzeiger und im Bund reagiert und Stellung bezogen zu darin gemachten Aussagen. Primär geht es um das bekannte Thema der Risikoprämien im Verhältnis zu den ausbezahlten Risikoleistungen.

  Stellungnahme Swiss Life

4:27PM

Vergleich der Asset Allocation

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FuW zeigt eine OECD-Statistik mit der Asset Allocation von Pensionskassen ausgewählter Länder für 2012. Die Zeitung schreibt dazu: “Am Rentenwesen lässt sich die Aktienkultur eines Landes ablesen. Im traditionell aktienaffinen angelsächsischen Raum – in den britischen, den amerikanischen oder den australischen Pensionskassen (nur der private Sektor, staatliche Vorsorgesysteme sind hier nicht erfasst) – machen direkte Aktienanlagen um die Hälfte des Portfolios aus.

Auffallend aktienavers sind hingegen die deutschen Pensionskassen, die zu gut der Hälfte in Festverzinsliche investiert sind (und damit einiges bspw. an Dax-Performance verpassen). Aber auch die japanischen Vorsorgeeinrichtungen legen auf den ersten Blick vorsichtig an. Die Schweizer Pensionskassen sind, ähnlich wie die kanadischen, leicht in Festverzinslichen übergewichtet; die Kategorie «Übrige» bedeutet im hiesigen Pensionskassensystem vor allem direkte und indirekte Immobilienanlagen (17% der Gesamtsumme).

   FuW

4:47PM

Minder und Securities Lending

ipeIPE behandelt die Frage, wie die Vorschriften aus der Minder-Initiative (VegüV) und das Securities Lending vereinbart werden können. Jonathan Williams schreibt: Dominique Biedermann, chief executive of the Geneva-based proxy voting foundation Ethos, says the distinction between direct ownership of shares and indirect ownership through a stake in funds will be important for many in the industry, as initial lack of clarity led to the hope that indirectly owned shares would not have to be voted. However, indirect holdings in shares will not completely absolve trustees from their responsibility to exercise their shareholder rights.

A further problem arises in this area of securities lending, notes Barbara Heller of proxy voting advisory firm SWIPRA. “You cannot ensure you’re acting in the interest of beneficiaries if you lend away your shares during the AGM of a company.

“I don’t see any issue around what you do for the rest of the year,” she adds. “But, if you really follow what the ordinance is requiring, then you cannot lend your shares to a third party to avoid casting a vote at the AGM.”

Biedermann refers to the Justice Ministry’s public statements, noting that it opposes systematic and targeted lending of securities close to a company’s AGM, as it would be circumventing the law. “But, if it is not systematic, but rather accidental, then it would be less damaging.”

He nevertheless says that the ministry, the pension association ASIP and Ethos itself recommend that a pension fund should recall any lent securities in time to be able to vote.

Heller notes that some pension funds are considering ceasing any type of securities lending, regardless of the time of year. “I think this is a rather stringent approach – I don’t think it is necessary to go that far.”

She is uncertain if the new law will lead to a tick-box approach to voting, but points to the existence of proxy advisory companies such as her own as important in providing trustees with an understanding of all proposals that may be put to a vote at each AGM.

The real impact will not be felt until the rules are enforced in 2015, but even then it will remain to be seen if greater transparency on remuneration by the large listed corporates of Switzerland, and a greater emphasis on engagement by pension funds will have the desired effect, or simply result in schemes seeking new ways to sidestep the responsibility foisted on them by the public.

  IPE

4:34PM

AV2020 - And now for the details

ipeBarbara Ottawa nimmt sich in Investment & Pensions Europe die Altersvorsorge 2020 in der Schweiz vor und diskutiert die Positionen von SP und SVP bezüglich Umwandlungssatz und Rentenalter. Sie hält fest: “So the future of the Swiss second pillar will be shaped in political debates but there are several voices from the pensions industry calling for a de-politisation of certain topics regarding occupational pensions. They would like to see the decision on the conversion and the minimum interest rate to be taken out of the political arena. This might happen with the conservative SVP in power since it supports these steps and would even cut the AHV/AVS’s dependence on federal contributions, leaving it to be financed by wage-related income only. The next elections for the Bundesrat as well as the parliament in Switzerland are scheduled for 2015.”

  IPE

10:12AM

Postulat Vitali: Vergleichbare BVG-Deckungsgrade

Albert Vitali verlangt in seinem Postulat die Erarbeitung eines “vergleichbaren Kennwerts” zur Vergleichbarkeit der Finanzierungssituation und zur Insolvenzüberwachung der Pensionskassen. Konkret spricht er von einem Frühwarnsystem für gefährdete Sammeleinrichtungen. Als Alternative schlägt er ein “Ampelsystem” vor. Für den Bundesrat kommentierte Berset, der die Ablehnung des Postulats empfahl. Berset meinte u.a.: “Nous devons dire comment sont les choses, quelle est la réalité. Il serait évidemment souhaitable de pouvoir réaliser un tel exercice, mais nous partons de l'idée qu'une réelle comparaison de la situation financière est impossible à faire, et cela d'autant plus si nous regardons la multitude des paramètres actuariels qui entrent en ligne de compte. Il n'y a pas deux caisses de pension comparables! Elles sont même extrêmement différentes; il y en a un nombre très important d'extrêmement différentes.

Nous partons de l'idée qu'on arriverait inévitablement au risque de résultats erronés, peut-être même absurdes dans certains cas. Cette problématique est d'ailleurs bien connue, car c'est exactement la même que nous avons au moment où il faut rechercher une formule adéquate pour la détermination du taux d'intérêt minimal LPP. Pour le déterminer, aucune formule n'existe parce que les situations sont si différentes qu'on a beaucoup de peine à trouver une façon de calculer qui offre une certaine sécurité.”

Das Postulat wurde angenommen.

  Ratsprotokoll

10:02AM

Session Fragestunde: Früherer Sparprozess im BVG

Albert Vitali wollte vom Bundesrat wissen, wie der Sparprozess aussähe, wenn  der Beginn auf 21 Jahre vorverlegt würde. Bundesrat Berset gab  Antwort: Zur ersten Frage: Bezogen auf das Jahr 2012 wären rund 150’000 Männer und 135’000 Frauen zusätzlich dem obligatorischen BVG-Sparprozess unterstellt gewesen. Dies entspricht knapp drei Vierteln der 21- bis 24-jährigen Arbeitnehmenden. Die Anzahl der aktiven BVG-Versicherten hätte sich damit um 8 Prozent erhöht. Die vorgeschlagene Senkung der BVG-Eintrittsschwelle ist dabei bereits berücksichtigt.

Jetzt zur zweiten Frage: Im Rahmen der Reform der Altersvorsorge 2020 wurde die Vorverlegung des Beginns des Sparprozesses als Kompensationsmassnahme zur Senkung des Mindestumwandlungssatzes geprüft. Diese Massnahme hat sich als nur beschränkt geeignet erwiesen, weil in den meisten Fällen die versicherten Löhne wohl bescheiden wären, da diese Personen häufig noch in Ausbildung oder am Anfang ihrer Berufskarriere stehen. Des Weiteren hat die Vorverlegung des Sparbeginns nur für Personen eine Wirkung, welche im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Reform jünger als 25 Jahre alt sind. Deshalb schlägt der Bundesrat andere Lösungen zur Stärkung des Sparprozesses vor, nämlich eine Erhöhung des versicherten Lohnes und eine Anpassung der Altersgutschriftensätze.

  Frage Vitali / Ratsprotokoll

7:28AM

TV Kassensturz: “Teilzeitfalle”

Der Kassensturz des Fernsehens SRF befasste sich mit der Situation der Teilzeitbeschäftigten bez. 2. Säule. Konkret wurde u.a. der Fall einer Zahnarztgehilfin behandelt, die nicht bei einer PK angemeldet wurde. Diskutiert wurden auch die Folgen des Koordinationsabzugs mit Martin Hubatka. Auf der Website SRF finden sich weitere Informationen.

  Website SRF / Sendung

9:37AM

NZZ: Zur Rolle der Stimmrechtsberater

Mit der Annahme der Minder-Initiative hat die Bedeutung der Proxy Adviser vor allem für Pensionskassen stark zugenommen. Die NZZ schreibt dazu: “Einsichten in die Rolle der Stimmrechtsberater liefert eine neue Auswertung durch Professor Alexander Wagner vom Institut für Banken und Finanzen an der Universität Zürich. Wagner, der die Generalversammlungen 2014 von 40 der grössten Schweizer Unternehmen analysierte, ist nicht unbefangen. Er sitzt im Stiftungsrat der 2013 lancierten Swipra, die auf die Stimmrechtsberatung von Pensionskassen ausgerichtet ist. Das Universitätsinstitut liefert für Swipra jeweils die analytische Basisarbeit.

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Die Auswertung umfasst nebst Swipra die drei bekannten Stimmrechtsberater ISS, Ethos und zCapital (neu: zRating). Drei der vier untersuchten Stimmrechtsberater haben für jeweils 12% bis 15% der knapp 870 erfassten Traktanden eine Nein-Empfehlung abgegeben. Die Nein-Quote bei Swipra lag dagegen mit 3,6% deutlich tiefer. Auch Swipra beurteilte zunächst über 10% der Traktanden als kritisch, hat aber in manchen Fällen nach Rücksprache mit den betroffenen Unternehmen am Ende doch eine Ja-Empfehlung abgegeben.

Die NZZ kommentiert: “Die Differenzen in der Beratergilde helfen tendenziell den Verwaltungsräten, sind aber aus Sicht der Aktionärsdemokratie zu begrüssen. So kann ein Wettbewerb der Meinungen auch bei den Stimmrechtsberatern spielen, und vor allem können die Aktionäre unter unterschiedlichen Beraterphilosophien auswählen. Die Absenz eines Einheitsbreis in der Beratergilde spiegelt auch die Realität, dass es gottgegebene Checklisten für die schlüssige Beurteilung von Verwaltungsratswahlen, Cheflöhnen oder Kapitalerhöhungen nicht gibt.”

  NZZ / Swipra / Institut für Banking und Finance

3:17PM

Kleiner Beitrag zur WM

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1:53PM

Li: PK-Initiativen knapp abgelehnt

Die Liechtensteiner Stimmbürger haben zwei Volksinitiativen zur Sanierung des 300-Millionen-Lochs bei der staatlichen Pensionskasse eine Abfuhr erteilt. Damit wird die von Regierung und Landtag verabschiedete Sanierungslösung am 1. Juli 2014 in Kraft treten. Die Niederlage für den Initianten, den Vaduzer Pensionär Nikolaus Frick, fiel jedoch nur knapp aus. Gegen die Initiative "WinWin50" sprachen sich 6721 Stimmberechtigte aus, dafür votierten 6647. Das bedeutet, dass nur 74 Stimmen den Ausschlag für die Ablehnung von "WinWin5" in Höhe von 50,3 Prozent gaben. Die Initiative "Pensionskasse win-win" wurde hingegen deutlicher mit 56,1 Prozent abgelehnt. Bei dieser Volksabstimmung war ein doppeltes Ja möglich. Die landesweite Stimmbeteiligung lag bei 71,5 Prozent. Die beiden Volksinitiativen hatten zum Ziel, die Steuerzahler weniger zu belasten, als dies bei dem von Regierung und Parlament geschnürten Sanierungspaket der Fall ist.

  Vaterland

1:50PM

NZZaS: PKs gegen Berner Bevormundung

Charlotte Jacquemart befasst sich in der NZZ am Sonntag mit der Regulierungswelle aus dem Departement Berset gegen die Pensionskassen. Jacquemart schreibt: “Für die Welt der zweiten Säule ist das Abstimmungsresultat fast schon eine Revolte: Im Anlageausschuss der zuständigen Expertenkommission des Bundes votierten jüngst 12 von 13 Mitgliedern gegen jegliche weitere Beschränkung der Autonomie von Pensionskassen. Zur Diskussion standen neue Vorschriften bezüglich der Kosten von Kapitalanlagen, in die Pensionskassen investieren. Im Kern geht es Sozialminister Alain Berset um alternative Anlagen wie Hedge-Funds, Private Equity, Rohstoffe und vieles mehr. Berset mag solche nicht besonders und folgt damit der Agenda seines Parteikollegen Rudolf Strahm, der keine Gelegenheit auslässt, die Schädlichkeit dieser Anlageklassen zu betonen.

Nur eine Woche ist es her, dass Bersets Verwaltung bereits eine andere Änderung der entsprechenden Verordnung (BVV2) in Kraft setzte, die ebenfalls gegen alternative Anlagen zielt. In einem nächsten Schritt will der SP-Bundesrat nun auch noch ein «Kostendach» vorschreiben. Das aber hält nicht nur der BVG-Ausschuss für überflüssig, sondern auch die Basis selbst. Sergio Bortolin, Geschäftsführer der Asga, einer der grössten Sammelstiftungen des Landes, sagt klipp und klar «Ein Kostendach für alternative Anlagen ist komplett unnötig, da solche Vorschriften in die Anlageverantwortung der Pensionskassen hineinfunken, ohne dass gleichzeitig die Verantwortung für das Ergebnis übernommen würde.» Bortolin spricht denn auch von «Bevormundung ».

Den Versicherten dient der Feldzug gegen Hedge-Funds & Co. nicht, wie die Erfahrung im Ausland zeigt: In Skandinavien, Australien, Kanada erzielen Pensionsfonds damit hohe Renditen, zugunsten ihrer Kunden. Im Departement Berset lässt man sich vom Widerstand an der Basis nicht beirren. Man arbeite weiterhin an Vorschlägen zur Limitierung der Kosten, sagt Josef Steiger, Anlageexperte im Bundesamt für Sozialversicherungen.”

  Artikel NZZaS

11:05AM

Postulat Zanetti: Mindestrückzahlung bei WEF-Bezug

Derzeit beträgt der Mindestrückzahlungsbeitrag an die PK bei WEF-Bezug 20’000 Franken. Zanetti möchte eine Lockerung. Er will es dem BR überlassen, den Betrag zu vermindern oder ganz fallen zu lassen. Das Postulat wird angenommen.

  Ratsprotokoll / Postulat

10:57AM

Motion SGK: AHV-Beitragspflicht für Personalfürsorgestiftungen

Paul Rechsteiner erläuterte vor dem SR die Motion der SGK. “Das Anliegen ist die Lockerung der Unterstellung von Härtefallleistungen aus Personalfürsorgestiftungen, also aus Wohlfahrtsfonds, unter die AHV-Beitragspflicht. Die Räte waren sich eigentlich darüber einig, dass Härtefallleistungen nicht durch die AHV-Beitragspflicht geschmälert werden sollen. In diesem Sinne bestand bei der Behandlung der 11. AHV-Revision, die im Nationalrat bekanntlich aus ganz anderen Gründen scheiterte, Einigkeit. Dieses Thema war unbestritten, und da die 11. AHV-Revision wie gesagt aus ganz anderen Gründen scheiterte, blieb das Anliegen pendent. (…)

Bei diesen Leistungen geht es um sozial gerechtfertigte Leistungen, die nicht durch eine Beitragspflicht geschmälert werden sollen. In diesem massvollen Umfang bestand und besteht auch seitens der SGK des Ständerates die einhellige Auffassung, dass diese Leistungen beitragsbefreit werden sollen. Dabei ist zu unterstreichen, dass damit nicht Leistungen im Kaderbereich gemeint sind, Ermessensleistungen, die nicht mehr unter sozialen Gesichtspunkten gerechtfertigt werden können. Vielmehr geht es beispielsweise um Leistungen bei Entlassungen. Die Veränderungen, die über eine Änderung der AHV-Verordnung angestrebt werden, sollen Sozialplanleistungen begünstigen. Patronale Fonds, Wohlfahrtseinrichtungen sind grundsätzlich eine gute Sache, sie sollen gefördert werden. Es ist eine gute Sache, wenn Firmen in guten Zeiten Mittel äufnen, die in schlechten Zeiten für soziale Leistungen zur Verfügung stehen.”

Der Bundesrat unterstützt die Motion. Sie wurde angenommen.

  Ratsprotokoll / Motion

9:02AM

Leserfrage: PK-Infos zu einer UWS-Senkung

imageEin Leser hat folgende Frage gestellt: “Da in absehbarer Zeit meine Pensionierung ansteht, würde es mich interessieren, welche gesetzlichen Vorschriften bestehen, bezüglich Information seitens der Pensionskasse über eine anstehende Änderung des Umwandlungssatzes.”

Dazu Hermann Walser: Es gibt keine gesetzlichen Vorschriften bezüglich einer Information der Versicherten über eine Änderung des Umwandlungssatzes. Es gibt deshalb auch keine Gesetzesbestimmung, die den Pensionskassen vorschreiben würde, wie viele Monate vor einer Änderung des Umwandlungssatzes die Destinatäre informiert werden müssten. Welche Informationen Pensionskassen ihren Versicherten abgeben müssen, ist in Art. 86b BVG festgehalten. Darin steht nichts über eine Pflicht zu einer Vorinformation der Versicherten bei Planänderungen. Rechtlich kann ein Stiftungsrat eine Planänderung und eine damit verbundene Reglementsanpassung jederzeit beschliessen und auch sofort in Kraft setzen. Es entspricht aber allgemeiner Übung, Versicherte rechtzeitig über gewichtige Planänderungen zu informieren, auch wenn dazu keine gesetzlichen Fristen vorgeschrieben sind.

5:19PM

Towers Watson: Studie zum Deckungsgrad nach IAS

towers watsonDie aktuelle Pension Risk Studie von Towers Watson zeigt, dass sich der Anstieg des Rechnungszinses positiv auf die Vorsorgeverpflichtungen der wichtigsten Unternehmen des Schweizer Aktienmarktes auswirkte. Mit dem gleichzeitigen Anstieg des zur Deckung der Verpflichtungen reservierten Planvermögens stieg der Deckungsgrad nach internationaler Rechnungslegung bei den SMI-Unternehmen auf 89% bzw. 84% bei den SLI-Unternehmen. Trotz dieses erfreulichen Trends geben die Experten von Towers Watson keine Entwarnung in Bezug auf die Notwendigkeit, weiterhin die Risiken zu kontrollieren respektive zu minimieren. Denn im ersten Halbjahr 2014 zeichne sich bereits wieder eine gegenteilige Entwicklung ab, unter anderem bedingt durch die hohe Volatilität auf den Finanzmärkten und bei den Rechnungszinsen. Entsprechend empfiehlt Towers Watson die positiven Resultate des vergangenen Jahres für die Umsetzung eines De-Risking zu nutzen.

Die Vorsorgeverpflichtungen der analysierten Unternehmen sind im Vergleich zum Vorjahr auf 182 Mrd. (SLI, -4.2%) und 167 Mrd. Franken (SMI, -3.5%) gesunken. Da gleichzeitig die Planvermögen dank einer überdurchschnittlichen Rendite anstiegen, verbesserten sich die durchschnittlichen Deckungsgrade der SMI-Unternehmen um 6 Prozentpunkte und diejenigen der SLI-Unternehmen um 5 Prozentpunkte. 2013 waren somit 89 % (SMI) beziehungsweise 84% (SLI) der Vorsorgeverpflichtungen durch separat ausgeschiedene Planvermögen gedeckt.

„Die positive Entwicklung ist unter anderem auf den Anstieg der angewendeten Rechnungszinssätze von 2.8 auf 3.1% zurückzuführen“, sagt Peter Zanella. „Der Rechnungszins beeinflusst den Barwert der Vorsorgeverpflichtungen und bei einem Anstieg reduzieren sich die Verpflichtungen. Unsere Modellrechnungen im Rahmen des Swiss Pension Finance Watch von Towers Watson zeigen aber, dass diese Entwicklung wohl nicht nachhaltig war.“

Die drei Gesellschaften mit der höchsten Deckung bei den Vorsorgeverpflichtungen sind derzeit Credit Suisse (109.8%), UBS (103.4%) und Swiss Re (101.2%). Deutlich tiefer rangieren Roche (66.8%), Swiss Life (50.4%) und Kuehne + Nagel (31.4%).

  Mitteilung Towers Watson

5:05PM

UBS PK-Barometer Mai 2014

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Die expansive Geldpolitik der Notenbanken hat ihre Wirkung auf die Kapitalmärkte nicht verfehlt. Im Mai 2014 konnten die schweizerischen Vorsorgeeinrichtungen ihre im laufenden Jahr höchste Monatsperformance verbuchen. Einmal mehr hatten die kleineren Pensionskassen
die Nase vorn.

  PK-Barometer

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